5. Dezember 2013

SEPA soll den Zahlungsverkehr erleichtern

IBAN ersetzt Bankleitzahl und Kontonummer

Die Welt wächst mehr und mehr zusammen. Im Zahlungsverkehr dominieren jedoch nach wie vor nationale Verfahren. Selbst im Euro-Raum sind Überweisungen und Lastschriften derzeit noch unterschiedlich geregelt. Um dieser Aufsplitterung ein Ende zu bereiten, werden jetzt einheitliche Regelungen für den nationalen und europäischen Zahlungsverkehr eingeführt. SEPA heißt dieses Projekt. Das Wort steht für Single Euro Payments Area (Einheitlicher Euro-Zahlungsverkehrsraum) und hat die Vereinheitlichung des bargeldlosen Zahlungsverkehrs in Europa zum Ziel.

Die wichtigste Neuerung für Bankkunden ist eine Kennziffer, die künftig alle nationalen Kontoangaben (in Deutschland Kontonummer und Bankleitzahl) ersetzt: die IBAN (International Bank Account Number, internationale Bankkontonummer). Die IBAN ist je nach Land unterschiedlich lang (in Deutschland hat sie immer 22 Stellen), vom Prinzip her aber immer gleich aufgebaut: Sie besteht aus einem internationalen Teil, der sich aus einem Länderkennzeichen und einer Prüfziffer zusammensetzt, und einem nationalen Teil, der individuelle Kontodetails enthält. In Deutschland sind das die Bankleitzahl und die Kontonummer. Zusätzlich garantiert die neue BIC (Bank Identifier Code) die richtige Identifikation der Bankverbindung. IBAN und BIC finden Sie auf Ihrem Kontoauszug.

Durch die Vereinheitlichung im Zahlungsverkehr ergeben sich für die Genossenschaftsmitglieder der Wohnbau Lemgo keine Änderungen. Die Wohnbau wird zum 1. Februar 2014 die bestehenden Lastschrifteinzugsermächtigungen in ein sogenanntes SEPA-Lastschrifteinzugsmandat umwandeln und die Kontonummern in die neuen IBAN-Nummern ändern. Im Januar finden alle Betroffenen auf Ihrem Kontoauszug eine entsprechende Information hierzu. Für Selbstzahler (per Dauerauftrag oder Überweisung) gilt noch eine großzügige Übergangsfrist.